ASB unterstützt Kulturwandel in der Pflege

Pflegestärkungsgesetz II: ASB schickt Heim- und Pflegedienstleiter zu umfassender Fortbildung

Die jüngste Reform der Pflegeversicherung wirft ihre Schatten voraus. Mit dem Pflegestärkungsgesetz II kommen auf den Pflegebereich ab 2017 wesentliche Neuerungen zu, begleitet von einer nicht unerheblichen Aufstockung der finanziellen Mittel. Der Arbeiter-Samariter-Bund Landesverband Sachsen e.V. (ASB Sachsen) bereitet bereits seit Oktober die Mitarbeiter in den Pflegeheimen sowie in der ambulanten Pflege intensiv auf die Neuerungen vor. „Sachsenweit betreibt der ASB insgesamt 27 ambulante Pflegedienste, 16 Tagespflegeeinrichtungen und 29 stationäre Einrichtungen. Insgesamt 2.800 Mitarbeiter arbeiten dort. Die gesetzlichen Neuerungen und die damit verbundenen Herausforderungen treffen folglich eine Vielzahl an Mitarbeitern und Einrichtungen. Da ist es selbstverständlich, dass wir sie in diesem Veränderungsprozess unterstützen“, erläutert Jana Schuster, Projektmitarbeiterin „Pflege 2017“ beim ASB-Landesverband. Zwei Fortbildungsworkshops für Pflegedienstleitungen sowie Pflegekräfte gab es schon. Am 19. Januar 2016 folgt dann die große Auftaktveranstaltung, genannt „Kick-Off zum Projekt Pflege 2017“ mit zahlreichen Fachreferenten, an die sich in der Folge Treffen von themenbezogenen Arbeitskreisen anschließen.

Durch das Pflegestärkungsgesetz I hatten sich die Leistungen bereits wesentlich verbessert, unter anderem für Demenzerkrankte und pflegende Angehörige. „Durch das zweite Pflegestärkungsgesetz folgen nun ab 2017 weitere Veränderungen“, so Schuster. „Der Pflege-Leistungsanspruch richtet sich dann weniger nach körperlichen und geistigen Defiziten, sondern vielmehr nach dem Grad der Selbstständigkeit eines Pflegebedürftigen. Statt der bisherigen drei Pflegestufen wird es dann fünf Pflegegrade geben, die individueller erfassen sollen, welche Bedürfnisse eine pflegebedürftige Person hat. Außerdem gibt es einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungssystem.“ Weiterer wichtiger Punkt der Reform ist die Entbürokratisierung. „Künftig muss nicht mehr jede einzelne pflegerische Handlung dokumentiert werden, sondern nur noch Abweichungen der geplanten pflegerischen Maßnahmen“, berichtet die Koordinatorin.

Ganz wesentlich bei dieser Reform ist der angestrebte Kulturwandel in der Pflege. „Die Pflegedürftigen selbst mit ihren individuellen Bedürfnissen sollen stärker im Mittelpunkt stehen als bisher und weniger das penible Erfüllen von überformalisierten Bürokratieanforderungen“, ergänzt Uwe Martin Fichtmüller, Geschäftsführer des ASB Sachsen. „Für die Pflegeeinrichtungen geht es nicht nur um die Änderung einiger Formulare, für sie bedeutet es eine umfassende Neuausrichtung des Pflegeprozesses. Durch diese Umstellungen können unsere Pflegeheime auch auf eine bessere Personalausstattung hoffen, schließlich sollen sich die Pflegekräfte mit mehr Entscheidungsbefugnissen auch fachlich mehr einbringen können. Ergänzt um eine verbesserte Personalstruktur entsteht so eine bessere Betreuungssituation für die Pflegebedürftigen.“

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