Der nächste Wunsch-Azubi: Handwerklich geschickt und aufgrund mäßiger Noten staatlich gefördert!

26. December 2014, Adolph-Kolping-Schule Dresden

Firmen können sich jetzt bei der AKS melden und vom 2. bis 20. März geeignete Azubis übers Praktikum finden

Gute Schulnoten geben noch lange keinen guten Handwerker ab. Daher sollten Chefs auch leistungsschwächere Jugendliche unter die Lupe nehmen. Die Ausbildung dieser Schüler lohnt sich sogar finanziell, denn Vater Staat übernimmt bis zu 60 Prozent der Ausbildungsvergütung. Im Praktikum haben schon viele Schüler der Adolph-Kolping-Schule (AKS), Dresdens größter berufsbildender Förderschule, echtes Talent bewiesen und daraufhin einen Ausbildungsvertrag erhalten. Die nächste Möglichkeit, die AKSler im Praktikum zu testen, ist vom 2. bis 20. März 2015. Unternehmen, die diese Chance nutzen wollen, können sich jetzt noch kurzfristig bei der AKS melden.

„Das Notendenken bekommt unsere Gesellschaft schlecht aus den Köpfen heraus. Doch viele Jugendliche sind zu guten Leistungen fähig, wenn man ihnen die Gelegenheit gibt und an sie glaubt“, berichtet Lothar Großmann, Schulleiter der Adolph-Kolping-Schule. Die Schule am Weberplatz ist Dresdens größte Förder- und Berufsschule. Jugendliche können hier Berufsschulunterricht in 15 verschiedenen Ausbildungsberufen sowie verschiedene berufsvorbereitende Maßnahmen absolvieren. Schüler, die an staatlichen Schulen als Problemfälle gelten und es dort vielleicht nie zum Abschluss geschafft hätten, erhalten an der AKS eine zweite Chance. Ausgebildet werden beispielsweise Kosmetiker, Verkäufer, Fachpraktiker Küche, Baufacharbeiter, Fachlageristen sowie ab August 2015 auch erstmals Fachpraktiker für Gebäudereiniger sowie Fachkräfte im Gastgewerbe. Damit die Jugendlichen die Ausbildung erfolgreich absolvieren, wird diese an der AKS auf drei statt der üblichen zwei Jahre gestreckt.

Die engagierten Lehrer vermitteln geeignete Schüler handverlesen an Unternehmen, meist übers Praktikum im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ). Dabei erhalten Schüler die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nachzuholen sowie zwei von elf verschiedenen Berufszweigen kennenzulernen. „Ziel ist es, dass die Schüler herausfinden, welches Berufsbild ihnen Spaß macht, so dass sie danach mit besonders großer Motivation eine erfolgreiche Ausbildung absolvieren können. Denn nur, wer die passende Lehre findet, kann sie erfolgreich abschließen“, weiß Bianca Pilch, stellvertretende Schulleiterin. Da die Schüler in beiden Bereichen auch ein Praktikum absolvieren müssen, können sie hier den Firmenchefs ihr praktisches Talent beweisen. „Weil wir stets ganz genau überlegen, welcher Schüler für welches Unternehmen geeignet ist, liegt unsere Vermittlungsquote vom Praktikum im BVJ in die Ausbildung meist bei rund zwanzig Prozent, das ist eine sehr gute Quote“, berichtet Großmann.
Einer der Schüler der AKS, bei dem es übers Praktikum im BVJ in diesem Jahr auf Anhieb mit einer Ausbildung geklappt hat, ist Kevin Oswald: Der ehemalige Förderschüler konnte sein handwerkliches Können während eines Praktikums im Fahrradmarkt Neukirch beweisen. Nun macht er dort seit August eine Ausbildung zum Verkäufer. Es könnten noch viel mehr AKSler eine duale Ausbildung absolvieren. Doch viele Unternehmer wissen gar nicht, dass sich die Ausbildung leistungsschwacher Schüler auch finanziell lohnt: „Die Ausbildungskosten können von der Arbeitsagentur mit bis zu sechzig Prozent gefördert werden. Wie das funktioniert, verraten wir gern und helfen den Unternehmen bei den Anträgen“, so Bianca Pilch.

Firmenchefs, die selbst einmal einen Schüler der Kolpingschule übers Praktikum näher ins Auge fassen wollen, sollten sich in den nächsten Tagen bei der Kolpingschule melden. „In unserem laufenden Berufsvorbereitungsjahr steht das erste Praktikum für die Schüler vom 2. bis 20. März 2015 an. Bis Ende Januar haben die derzeit rund 170 Schüler Zeit, sich für einen Praktikumsplatz zu entscheiden. Wenn der Praktikant fürs Unternehmen als Azubi in Frage kommt, bleibt dann noch genügend Zeit, um für einen Ausbildungsvertrag noch rechtzeitig alle für die Förderung notwendigen Anträge auszufüllen“, erläutert Bianca Pilch. Weitere Informationen gibt es im Sekretariat der AKS unter der Telefonnummer 0351 / 478950 sowie unter www.aksdresden.de.


Pressebilder: http://www.medienkontor.net/index.php?id=133

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