Dienstfahrrad - Was ist steuerlich zu beachten?

Gut für die Umwelt, aber bei der Steuer gilt es aufzupassen - Steuerberaterverband Sachsen klärt auf

Mit dem Frühling ist auch die Fahrradsaison zurückgekehrt. Das gesunde Strampeln an der frischen Luft fördern zunehmend auch immer mehr Arbeitgeber und statten ihre Mitarbeiter mit Diensträdern zur privaten Nutzung aus. Die Vorteile dieser Nutzungsüberlassung liegen auf der Hand: Arbeitgeber können die Anschaffungskosten und auch die laufenden Kosten als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen. Hinzu kommt der positive Effekt der Mitarbeiterbindung. Doch auch mögliche steuerliche Risiken sollten Arbeitgeber stets im Auge behalten.

„Seit 2012 ist die steuerliche Behandlung zur Überlassung von Fahrrädern und auch Elektrofahrrädern an Arbeitnehmer neu geregelt“, erklärt Dr. Andreas Zönnchen, Steuerberater und Präsident des sächsischen Steuerberaterverbandes. „Arbeitnehmer, denen der Arbeitgeber ein Rad zur privaten Nutzung zur Verfügung stellt, müssen nur den geldwerten Vorteil in Höhe von einem Prozent des auf volle 100 Euro abgerundeten Bruttolistenpreises versteuern. Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von beispielsweise 2.500 Euro ist dementsprechend ein Betrag von 25 Euro dem laufenden Gehalt zur Berechnung der Steuer und Sozialversicherungsbeträge zuzuschlagen. Die 44-Euro-Freigrenze für Sachbezüge findet hier keine Anwendung.“

Einer Kurzinformation der Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen zufolge darf allerdings für diese lohnsteuerliche Behandlung das Fahrrad oder E-Bike dem Arbeitnehmer nicht wirtschaftlich zuzurechnen sein. „Dies wäre der Fall, wenn der Überlassungsvertrag an das Arbeitsverhältnis gekoppelt ist“, so Dr. Zönnchen. „Darüber hinaus muss der Arbeitgeber zumindest einzelne Pflichten wie etwa die Fahrradversicherung übernehmen.“

Ist der Arbeitnehmer aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen hingegen als wirtschaftlicher Eigentümer oder Leasingnehmer anzusehen, scheidet die Bewertung als Dienstfahrrad mit privater Nutzung aus. „Wird in diesem Fall vom Arbeitnehmer das Leasingfahrrad bei Beendigung der Überlassung zu einem geringeren Preis als dessen Geldwert erworben, ist der Preisvorteil zu versteuern“, betont der Verbandspräsident.

Um beim Thema Dienstfahrrad steuerlich von vornherein auf der sicheren Seite zu sein, sollten Arbeitgeber bei Unklarheiten beispielsweise in Leasingfällen frühzeitig einen Steuerberater zurate ziehen. Den passenden Steuerberater um die Ecke findet man ganz leicht und schnell mit dem Steuerberater-Suchservice des Deutschen Steuerberaterverbands unter: www.steuerberater-suchservice.de.

Internet: www.stbverband-sachsen.de 

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