Renommierter Architektur-Preis für Alternativpläne zum Alten Leipziger Bahnhof

28. April 2017, Allianz für Dresden

Kurt-Beyer-Preis der TU Dresden für Diplomarbeit von Maximilian Kunze - Allianz für Dresden gratuliert

Maximilian Kunze hat in seiner Diplomarbeit zum Areal des Alten Leipziger Bahnhofs ausführlich Gedanken gemacht über eine schonende, kleinteilige, preiswerte und die historischen Zeugnisse einbeziehende Nutzung des geschichtsträchtigen Ortes. Hier sieht man ihn vor dem Portal der alten Empfangshalle an der Eisenbahnstraße. Foto: Allianz für Dresden.

Da sage noch einer, die monströsen SB-Warenhaus-Pläne für Dresdens Alten Leipziger Bahnhof wären alternativlos! Ganz im Gegenteil: Maximilian Kunze, diplomierter Architekt und TU- Absolvent hat in seiner Diplomarbeit zum historischen Bahnhofsareal interessante und umsetzbare Ideen für eine kleinteilige Entwicklung des Areals entwickelt. Seine Entwürfe sehen die Schaffung von preiswerten Wohnungen, Künstlerateliers und Büros vor. Pläne, die sich wunderbar mit der Leipziger Vorstadt als neuem Stadtquartier kombinieren lassen. Nun ist Maximilian Kunze dafür von der TU Dresden mit dem renommierten Kurt-Beyer-Preis ausgezeichnet worden. Nach dem Kurt-Wachsmann-Preis der Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen des Bundes Deutscher Architekten (BDA) ist dies bereits die zweite Auszeichnung seiner Abschlussarbeit. Die Allianz für Dresden, engagiertes Bündnis für eine vernünftige und kleinteilige Entwicklung der Leipziger Vorstadt gratuliert herzlich.

Maximilian Kunze entwickelte in seiner Diplomarbeit mit dem Titel „Leipziger Bahnhof und Leipziger Vorstadt Dresden“ auf der Grundlage der vorhandenen historischen Spuren einen Entwurf für einen neuen Stadtteil unter der Einbeziehung der noch bestehenden Bebauung, die restauriert, umgebaut und durch neue Gebäude zu einem Stadtteil ergänzt wird. Sein architektonisches Konzept schreibt die Grundcharakteristik des Ortes fort und entwickelt ihn auf einem selbst erarbeiteten, dreiphasigen Projektentwicklungsszenario weiter. „Die komplexe Problematik der Entwurfsaufgabe wurde vom Verfasser erkannt und in bemerkenswerter Tiefe behandelt. Dass sein Vorschlag die zurzeit vom Investor angestrebte Nutzung negiert und andere Lösungen anstrebt, ist das Ergebnis einer langen und gewissenhaften Auseinandersetzung“, so Prof. Ivan Reimann, Professor für Gebäudelehre und Entwerfen/Öffentliche Bauten an der TU Dresden und Diplomarbeitsbetreuer in seiner Laudatio während der Preisverleihung. „Die Arbeit überzeugt durch ihren stringenten Aufbau, ihren außerordentlichen Umfang und insbesondere durch die städtebauliche und architektonische Lösung, die neue, ungewöhnliche Wege geht und auf jegliche modischen Aspekte bewusst verzichtet.“

Der Nachwuchsarchitekt hatte eine umfassende Bestandsaufnahme der Landschaft und Natur sowie aller vorhandenen historischen Gebäude und Anlagen vorgenommen und auf dieser Grundlage ein durchdachtes Konzept für eine künftige gemischte und kleinteilige Nutzung entwickelt, kombiniert mit einem realistischen Entwicklungsplan in drei Schritten. Maximilian Kunze legt dabei großen Wert darauf, dass die Nutzbarmachung der historischen Gebäude unter der Prämisse des kleinstmöglichen Eingriffes erfolgt und so Räumlichkeiten kostengünstig unter anderem an Künstler vermietet werden können. Ateliers, Werkstätten, gemeinschaftlich genutzte Räume, aber auch preiswerte Wohnungen teilweise in ergänzenden Neubauten sieht die Diplomarbeit vor. Sogar ein Hostel findet Platz. Das alte Empfangsgebäude soll als Restaurant und Veranstaltungssaal genutzt werden und der urbane Platz an der Marienbrücke und ein Park im Westen bilden verschiedenartige Freiräume, welche vielfältig genutzt werden können.

„Die Arbeit von Maximilian Kunze ist keine Träumerei, sondern ein menschenfreundlicher und vor allem realistischer Plan für einen lebendigen neuen Stadtteil, der die historischen Spuren eben nicht verwischt, sondern aufnimmt und in das Neue integriert. Zu Recht darf er sich dafür über das von der HOCHTIEF AG gesponserte Preisgeld von 2.500 Euro freuen“, so Diego Schwarz, Leiter des Dresdner Kreisverbandes beim Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) und Mitglied der Allianz für Dresden. „Bleibt zu hoffen, dass seine Ideen auch Realität werden können. Die Allianz für Dresden wird sich jedenfalls dafür einsetzen.“

Internet: www.allianz-fuer-dresden.de 

Homepage des Preisträgers: www.maximiliankunze.de 

Blog mit Preisträger-Interview: www.allianzfuerdresden.wordpress.com 

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