Sportsgeist für alle

Special Olympics starten erstmals in Zwickau

Michael Müller (SV Vorwärts Zwickau e.V.), Bianca Klotzsche, Projektleiterin „Special Olympics Deutschland in Sachsen e.V.“ und Athlet Christian Lutz (Diakoniewerk Westsachsen gGmbH) - v.l.n.r. Bildquelle: MEDIENKONTOR

Im Mittelpunkt des olympischen Gedankens steht der Mensch. Sein Streben nach sportlicher Bestleistung bringt weltweit Athleten zusammen, die sich im friedlichen Wettbewerb miteinander messen. Offiziell vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anerkannt, trainieren seit fast 50 Jahren Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung bei Special Olympics. Welche Sportskanonen in ihnen stecken und wie sie um einen Platz auf dem Siegertreppchen wetteifern, können Besucher des diesjährigen sächsischen Sommersportfestes erleben. Vom 7. bis 9. September 2017 richtet der Special Olympics Deutschland in Sachsen e.V. das große Sportfest erstmals im Sportforum Sojus 31 in Zwickau-Ebersbach aus. Mit 273 erwarteten Teilnehmern gehört die Veranstaltung zur größten ihrer Art in Sachsen.

An zwei Tagen ringen die Sportler in den Disziplinen Handball, Fußball, Radfahren, Boccia und vor allem Leichtathletik miteinander um die Goldmedaillen. In allen Bereichen können sie sich für die kommenden nationalen Spiele in Kiel qualifizieren, von da aus winkt die Teilnahme an den internationalen Special Olympics in Abu Dhabi. Das sächsische Sommersportfest folgt auch in der Organisation ganz dem olympischen Gedanken: Zur Eröffnung am 7. September wird um 19 Uhr das olympische Feuer entfacht, die Flagge gehisst und die Hymne vorgetragen. Mit dabei sind der sächsische Behindertenbeauftragte Stephan Pöhler sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Zwickaus Kathrin Köhler. „Es ist ein ganz besonderes Event für unsere Sportler. Für viele ist es die einzige Möglichkeit, sich überhaupt mit anderen sportlich zu messen“, erklärt Projektleiterin Bianca Klotzsche vom Special Olympics Deutschland in Sachsen e.V. Im Gegensatz zu den regulären Olympischen Spielen werden die Teilnehmer vor Ort anhand von Vorrunden in Leistungsgruppen mit höchstens acht Athleten eingeteilt. „Unsere Sportler haben sehr verschiedene körperliche und geistige Fähigkeiten. Auf diese Weise wetteifern nur diejenigen, die vergleichbar sind. Wir wissen also vorher nicht, wie viele Goldmedaillen wir am Ende der Spiele vergeben werden, wir planen somit reichlich Vorrat ein“, so Klotzsche.

Mit dem großen Sommersportfest erhoffen sich die Organisatoren auch eine bessere Sichtbarkeit der sportlichen Leistungen von geistig und mehrfach Behinderten in der Gesellschaft. „Sport ist die beste Möglichkeit, die Integration voranzubringen“, ist Gerhard Thriemer vom Diakoniewerk Westsachsen überzeugt. „Leider erfahren Behinderte immer noch viel Ablehnung. In unsere Fußballgruppe genießt man es zusammen zu sein, gemeinsam Sport zu treiben und auf diese Weise mitten in der Gesellschaft zu stehen. Dabei erbringt das Team ganz hohe sportliche Leistungen, leider stehen sie aufgrund ihrer Behinderung aber abseits des regulären Sports“, so Thriemer.

Der große Organisationsaufwand wird im Wesentlichen durch ehrenamtliche Arbeit getragen. „Etwa 100 Helfer unterstützen die 273 Athleten und rund 60 Betreuer“, erklärt Michael Müller vom Partnersportverein vor Ort, dem „SV Vorwärts Zwickau e.V.“.

Die Eröffnung und alle Wettkämpfe sind öffentlich zugänglich und der Eintritt ist frei. Besucher sind herzlich eingeladen, den Olympioniken zuzuschauen und vor allem: sie anzufeuern.

Weitere Infos: specialolympics.de/sachsen/ 

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