Allianz für Dresden - Bündnis für eine bunte Leipziger Vorstadt

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28. April 2017: Renommierter Architektur-Preis für Alternativpläne zum Alten Leipziger Bahnhof

Kurt-Beyer-Preis der TU Dresden für Diplomarbeit von Maximilian Kunze - Allianz für Dresden gratuliert

Da sage noch einer, die monströsen SB-Warenhaus-Pläne für Dresdens Alten Leipziger Bahnhof wären alternativlos! Ganz im Gegenteil: Maximilian Kunze, diplomierter Architekt und TU- Absolvent hat in seiner Diplomarbeit zum historischen Bahnhofsareal interessante und umsetzbare Ideen für eine kleinteilige Entwicklung des Areals entwickelt. Seine Entwürfe sehen die Schaffung von preiswerten Wohnungen, Künstlerateliers und Büros vor. Pläne, die sich wunderbar mit der Leipziger Vorstadt als neuem Stadtquartier kombinieren lassen. Nun ist Maximilian Kunze dafür von der TU Dresden mit dem renommierten Kurt-Beyer-Preis ausgezeichnet worden. Nach dem Kurt-Wachsmann-Preis der Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen des Bundes Deutscher Architekten (BDA) ist dies bereits die zweite Auszeichnung seiner Abschlussarbeit. Die Allianz für Dresden, engagiertes Bündnis für eine vernünftige und kleinteilige Entwicklung der Leipziger Vorstadt gratuliert herzlich.

Fotos: Sven Hofmann TU Dresden, Allianz für Dresden

Kurt-Beyer-Preis der TU Dresden für die Diplomarbeit von Maximilian Kunze über Alternativideen und -pläne zur Revitalisierung des Alten Leipziger Bahnhofs in Dresden (v.l.n.r.): Prof. Dr. rer. nat. habil Hans Georg Krauthäuser (Prorektor für Bildung der TU Dresden), Adrian Diaconu (Niederlassungsleiter HOCHTIEF AG, als Vertreter des Stifters) und Dipl.-Ing. Maximilian Kunze. Foto: Sven Hofmann, TU Dresden.
Maximilian Kunze hat in seiner Diplomarbeit zum Areal des Alten Leipziger Bahnhofs ausführlich Gedanken gemacht über eine schonende, kleinteilige, preiswerte und die historischen Zeugnisse einbeziehende Nutzung des geschichtsträchtigen Ortes. Hier sieht man ihn auf einem der alten Bahnsteige des alten Bahnhofs. Foto: Allianz für Dresden
Maximilian Kunze hat in seiner Diplomarbeit zum Areal des Alten Leipziger Bahnhofs ausführlich Gedanken gemacht über eine schonende, kleinteilige, preiswerte und die historischen Zeugnisse einbeziehende Nutzung des geschichtsträchtigen Ortes. Hier sieht man ihn vor dem Portal der alten Empfangshalle an der Eisenbahnstraße. Foto: Allianz für Dresden
Das Diplomarbeitsmodell von Maximilian Kunze. Foto: Maximilian Kunze
Die Piazetta als Eingangsbereich des neuen bunten Stadtteils. Grafik: Maximilian Kunze
Ein Ort der Begegnung: Der Marktplatz" vor den vielfältig genutzten alten Lagerhäusern. Grafik: Maximilian Kunze
Das Nutzungskonzept in Maximilian Kunzes Diplomarbeit. Grafik: Maximilian Kunze

21. Februar 2017: Statt Riesenmarkt Stadtanschluss für Pieschen!

Leipziger Vorstadt bietet Chance für Lückenschluss - Globus-Riesenflächenkonzept passt in keine Innenstadt

Wie jüngsten Medienberichten zu entnehmen ist, hält die Globus SB-Warenhaus Holding unverdrossen an ihren Plänen eines riesigen Einkaufsareals mit 12.000 m2 Verkaufsfläche und über 1.000 Parkplätzen am Alten Leipziger Bahnhof fest. Städtebauexperten, Stadt- und Verkehrsplaner sind sich gleichwohl weiterhin einig:  Das Vorhaben verträgt sich überhaupt nicht mit einer durchdachten und gesunden Stadtentwicklung. Dabei könnte das Areal mit einer gemischten Struktur aus kleinteiligen Geschäften, Künstlerateliers, einem Bahnhofs-Kulturcafé, Büronutzung und Wohnungen, geöffneten Bahnbögen sowie einem Radweg auf der historischen Fernbahntrasse ganz elegant zum Treffpunkt für ein neues Stadtquartier Leipziger Vorstadt werden und gleichzeitig Pieschen an die Innenstadt anschließen. Erste Pläne dafür haben bereits zwei Architekten unabhängig voneinander vorgelegt. Wenn Globus seinen Flächenanspruch auf ein stadtverträgliches Maß von rund 4.000 m2 Verkaufsfläche zurechtstutzt, dann, so die Allianz für Dresden, ist gegen eine Ansiedlung andernorts nichts einzuwenden. Das bisherige Riesenflächenkonzept passt jedenfalls in keine Stadtlage. Stadt und Stadtrat sind gut beraten, hier mit Augenmaß zu handeln.

Grafik und Modell: Jörg Möser (Architektengemeinschaft Milde und Möser) sowie Maximilian Kunze

Alternative Planungen für den Alten Leipziger Bahnhof: Der Pirnaer Architekt sieht eine Mischung aus Wohnen im hinteren ehemaligen Gleisbereich, Büros und Geschäften im vorderen Bereich vor. Grafik: Jörg Möser / Architektengemeinschaft Mild und Möser Pirna
Alternative Planungen für den Alten Leipziger Bahnhof: Die vom Bund Deutscher Architekten Sachsen preisgekrönte Diplomarbeit von Maximilian Kunze sieht eine kleinteilige gewerbliche Nutzung inklusive Gastronomie der langgestreckten Lagergebäude und die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum in Wohnwürfeln vor. Modell: Maximilian Kunze.

24. Januar 2017: Wo bleibt die Denkmalsicherung am Alten Leipziger Bahnhof?

Allianz für Dresden fordert mehr Engagement vom Eigentümer des historischen Bahngeländes

Dresdens Alter Leipziger Bahnhof verfällt. Die denkmalgeschützten Gemäuer - teilweise ohne Dach - aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert sind ungeschützt jeder Witterung ausgesetzt. Gerade jetzt nagt der Schnee mit seiner Feuchtigkeit unbarmherzig an den eisenbahn-geschichtlich so bedeutsamen Gebäuden. Vor diesem Hintergrund fordert die Allianz für Dresden, das engagierte und breite Bündnis für eine sinnvolle und kleinteilige Entwicklung der Leipziger Vorstadt, den Eigentümer des Geländes, die Globus SB-Warenhaus Holding, dringend dazu auf, ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen und die Gebäude zu sichern und zu schützen. Auch die Stadt, so das Bündnis, ist hier in der Pflicht, ihr völlig unverständliches Nichtstun bei der Denkmalschutzaufsicht aufzugeben.

Fotos: MEDIENKONTOR Dresden

Der historische Alte Leipziger Bahnhof ist weiter dem Verfall preisgegeben. Selbst einfachste Sicherungsmaßnahmen wie ein Notdäch bleiben aus. Foto: Medienkontor
Der historische Alte Leipziger Bahnhof, hier das alte Empfangsgebäude von 1857. Foto: Medienkontor
Das Empfangsgebäude aus dem Jahr 1857 von den alten Bahnsteigen aus gesehen mit teilweise eingestürztem Dach. Foto: Medienkontor
Der historische Lokschuppen aus dem Jahr 1847 ist ungeschützt Wind und Wetter ausgesetzt. Foto: Medienkontor
Der verfallene Lokschuppen aus der Nähe betrachtet. Foto: Medienkontor
Das Empfangsgebäude aus dem Jahr 1857 vom Bahnsteig aus aus der Nähe betrachtet. Foto: Medienkontor

17. Januar 2017: Globus-Warenhaus: Viele Fragen sind noch immer offen

Bis dato keine Antworten auf kritische Fragen in Stellungnahmen und Gutachten

Die Diskussionen um das geplante riesige Einkaufszentrum der Globus SB-Warenholding auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofes geht unvermindert weiter. Nun behaupten Vertreter des Unternehmens im Rahmen eines Zeitungsinterviews, alle Auflagen erfüllt und alle relevanten Gutachten erbracht zu haben. In Wahrheit ist, nach Ansicht der Allianz für Dresden, dem engagierten und breiten Bündnis für eine sinnvolle und kleinteilige Entwicklung der Leipziger Vorstadt, allerdings gar nichts geklärt. Noch immer gibt es keine öffentliche Auswertung der gut 370 Einwendungen gegen den Bebauungsplan für das Großvorhaben und noch immer ist keine einzige der in den zahlreichen Gutachten aufgeworfenen Fragen von Globus tatsächlich beantwortet worden. Die Fülle der Probleme mit dem Areal sind wohl auch der Hintergrund für die Suche nach einer Ersatzfläche.

Luftbild: Dietrich Flechtner

Noch immer viele Fragen offen: Das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs in der Vogelperspektive. Foto: Dietrich Flechtner

1. Dezember 2016: Alternativfläche muss stadtverträglich sein!

Anderer Standort für Globus: Allianz für Dresden fordert dafür deutliche Reduzierung der Verkaufsfläche

Nun soll also die Stadtverwaltung der Globus SB-Warenhaus Holding eine andere Ansiedlungsfläche für ihren geplanten riesigen Supermarkt suchen. Die Stadtratskooperation bereitet, wie aus jüngsten Berichten zu erfahren war, einen entsprechenden Beschluss vor. Die Allianz für Dresden, engagiertes und breites Bündnis für eine sinnvolle und kleinteilige Entwicklung der Leipziger Vorstadt begrüßt diese jüngste Entwicklung und damit die voraussichtliche Abkehr vom Standort Alter Leipziger Bahnhof. Allerdings findet es das Bündnis sehr seltsam, wenn eine Stadtverwaltung die Arbeit der Expansionsabteilung eines Handelskonzerns übernehmen soll. Nichtdestotrotz fordert das Bündnis die Stadtratsmehrheit dazu auf, in den Beschluss eine klare Obergrenze für die Verkaufsfläche hineinzuschreiben. Eine Verkaufsfläche von 8.800 m2 ist an keiner Stelle in der Stadt stadtplanerisch, verkehrlich und im Hinblick auf kleine Einzelhändler verträglich. Die vom Unternehmen in Aussicht gestellte Reduzierung um 2.400 m2 reicht hier nicht. Maximal die Hälfte der Verkaufsfläche sieht die Allianz als stadtplanerisch darstellbar an. Auch mehrere Quartierversorger mit 800 m2 wären in Ordnung. Dass Globus dies kann, zeigt sein kleinteiliger Frida-Markt in Saarbrücken.

Fotos: MEDIENKONTOR Dresden

Wenn das Globus-Projekt am Alten Leipziger Bahnhof nicht kommt, wäre Platz für eine bunte und vielfältige und vor allem kleinteilige Nutzung des Areals. Foto: Medienkontor
Wenn das Globus-Projekt am Alten Leipziger Bahnhof nicht kommt, wäre Platz für eine bunte und vielfältige und vor allem kleinteilige Nutzung des Areals. Foto: Medienkontor

31. August 2016: Blaue Fabrik: So geht Alter Leipziger Bahnhof!

Allianz für Dresden begrüßt Umzug des Kulturvereins als Initialzündung für kleinteilige Nutzung: An diesem Wochenende kommt Kultur an die Eisenbahnstraße in der Leipziger Vorstadt: Der Kulturverein Blaue Fabrik e.V. feiert am 2. und 3. September mit einem umfangreichen Festprogramm aus Kunst, Jazzmusik und Tanz seinen Umzug in die sogenannte „Grüne Villa“ direkt neben dem Eingangsgebäude des Alten Leipziger Bahnhofes. Die Allianz für Dresden, engagiertes und breites Bündnis für eine sinnvolle und kleinteilige Entwicklung der Leipziger Vorstadt, begrüßt den Umzug des Kulturvereins ausdrücklich und lobt den Mut der Vereinsverantwortlichen, in die bisher in den Abendstunden eher stille östliche Leipziger Vorstadt zu ziehen. Mehr noch, in den Augen der Initiative ist der Schritt der Kulturaktiven rund um Geschäftsführer Holger Knaak ein erster Schritt für eine gemischte Nutzung des Alten Leipziger Bahnhofes. Ein Schritt ganz im Sinne einer vernünftigen Entwicklung der Leipziger Vorstadt als neues Stadtquartier, wie es das Rathaus schon lange plant.

Fotos: Blaue Fabrik e.V.

Es kommt Kultur in den Alten Leipziger Bahnhof: Die Blaue Fabrik zieht in die "Grüne Villa". Foto: Blaue Fabrik e.V.
Schon seit Anfang Juni an der Eisenbahnstraße am Werkeln: der Kulturverein Blaue Fabrik. Foto: Blaue Fabrik e.V.
Ein vielseitiges, künstlerisch anspruchsvolles Programm aus Jazz-Musik und Ausstellungen verspricht die Blaue Fabrik. Foto: Blaue Fabrik e.V.

25. August 2016: Vorschlag zur Globus-Flächenreduzierung ist Augenauswischerei

Bauvorhaben bleibt überdimensioniert + städtebaulich Irrsinn - Beschlossene Grenze von 800 m2 muss bleiben: Wie aus jüngsten Berichten zu erfahren war, schlägt die Globus SB-Warenhaus Holding vor, ihr Großvorhaben am Alten Leipziger Bahnhof um 2.400 m2 Verkaufsfläche zu reduzieren. Dieser Vorschlag reiht sich ein in ältere Signale des Unternehmens den geplanten Großparkplatz von 1.050 Stellplätzen nicht nur auf dem Dach sondern auch in einer Tiefgarage zu verstecken. Die Allianz für Dresden, engagiertes und breites Bündnis für eine sinnvolle und kleinteilige Entwicklung der Leipziger Vorstadt, kritisiert den neuerlichen Winkelzug des Saarbrücker Unternehmens als Augenauswischerei. Zumal die angebotene Reduzierung bei der Gesamt-verkaufsfläche des Vorhabens mit Globus-Markt einschließlich Vorkassenbereich und vorgelagerter Einkaufs-passage von 12.000 m2 lediglich auf 9.600 m2 gesenkt würde. Das Bündnis fordert weiterhin den Stadtrat dazu auf, einen Aufhebungsbeschluss zu fassen sowie am eigenen Beschluss der Verkaufsflächenobergrenze von 800 m2 festzuhalten. So wäre der Weg frei für eine gemischte kleinteilige Entwicklung des Areals. Eine Entwicklung, die mit dem Umzug des Kulturvereins Blaue Fabrik in die Eisenbahnstraße bereits begonnen hat.

Fotos: MEDIENKONTOR Dresden (Edwin Seifert)

Neues Domizil des Kulturvereins Blaue Fabrik: Die Grüne Villa unmittelbar links neben dem alten Eingangsportal des Alten Leipziger Bahnhofes an der Eisenbahnstraße. Foto: Medienkontor Dresden
Das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs, ehemaliger Ausgangspunkt der ersten deutschen Ferneisenbahn von Dresden nach Leipzig im Jahre 1839. Luftbild von Dietrich Flechtner
Eines der wenigen Hinweise auf die erste Fernbahnlinie Deutschlands in Dresden: Die bemalte Drewag-Stromstation am Moritzburger Platz in Pieschen. Foto: Medienkontor Dresden

18. April 2016: 40.000 m2 Wohnfläche statt 12.000 m2 überflüssige Verkaufsfläche

Grundstücksnachbarn von Globus rechnen mit 520 Wohnungen - Realisierung nur bei Riesenmarkt-Aus. Die unmittelbaren Grundstücksnachbarn des Globus-Geländes am Alten Leipziger Bahnhof beabsichtigen ihre seit vielen Jahren brachliegenden großen Grundstücke in Wohnareale zu verwandeln. Während die Procom Invest GmbH & Co. KG aus Hamburg (Procom) schon seit längerem Wohnungen bauen möchte, hat die SIV Immobilien-Holding GmbH & Co. KG aus Liebenwalde (SIV) nun der Stadt angeboten, ein Viertel ihres Grundstückes für einen Park rund um die denkmalgeschützte Villeroy & Boch Orangerie zur Verfügung zu stellen und den Rest für Wohnungsbau zu reservieren. Insgesamt könnten so mindestens 525 neue Wohnungen mit einer Wohnfläche von wenigstens 40.000 m2 entstehen. Das entspricht einer Investitionssumme von derzeit ungefähr 90 Millionen Euro. Voraussetzung für alle Pläne: Globus darf am Alten Leipziger Bahnhof maximal eine wohngebietsverträgliche Verkaufsfläche von 800 m2 realisieren.

Bildquelle: Procom Invest GmbH & C. KG sowie MEDIENKONTOR Dresden (Edwin Seifert)

Timm Brennecke Assistent der Geschäftsführung bei der Hamburger Procom Invest GmbH plant weiter an einem Wohnareal in der Leipziger Vorstadt. Foto: Procom
Die Grundstücke der Procom und der SIV von der Leipziger Straße aus gesehen. Foto: Medienkontor
Ein Park rund um die denkmalgeschützte Villeroy & Boch- Orangerie könnte zum Zentrum eines neuen Wohngebietes werden. Foto: Medienkontor
Es wird bereits gewohnt in der Leipziger Vorstadt nördlich der Leipziger Straße: Die sanierten alten Zollgebäude. Foto: Medienkontor
Auch auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs gibt es viel Platz im hinteren Bereich für Wohnungsbau. Foto: Medienkontor

1. März 2016: Durchdachter Plan für die Brachen der Leipziger Vorstadt muss her

Allianz für Dresden zur Bürgerversammlung am 7. März: Nein zu Globus, Ja zu gesundem Nutzungsmix. Am 7. März laden Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain sowie Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen interessierte Dresdner zur Diskussion über die künftige Gestalt der Leipziger Vorstadt. Offiziell geht es bei der Bürgerversammlung ab 17.00 Uhr im Ballsaal des Ball- und Brauhauses Watzke um die Neufassung des Masterplanes Leipziger Vorstadt. Der städtebauliche Rahmenplan soll nach dem Willen des Stadtrates überarbeitet werden. Das Gebiet beiderseits der Leipziger Straße zwischen Bahntrasse und Alexander-Puschkin-Platz - teils genutzt, teils Brache - ist eine begehrte Lage und hat in der Vergangenheit schon für zahlreiche Debatten gesorgt: Globus, Töberich-Gelände, Hafencity, um nur einige zu nennen. Die Allianz für Dresden plädiert für eine durchdachte Entwicklung mit einem gesunden Nutzungsmix, aber ohne überdimensionierte Warenhaus-Einkaufs-Malls à la Globus.

Fotos: MEDIENKONTOR Dresden und Dietrich Flechtner

Die denkmalgeschütze Orangerie der ehemaligen Villeroy & Boch Sanitärporzellan-Fabrik könnte der Mittelpunkt einer neuen Parkanlage werden. Foto: Medienkontor
Als Konzertlocation beliebt und stark frequentiert: Der Alte Schlachthof in der sogenannten Kulturspange an der Gothaer Straße. Foto: Medienkontor
Die denkmalgeschützte alte Pferdebörse am Ende der Gothaer Straße in der Kulturspange, jetzt als Partylocation "My House" genutzt. Foto: Medienkontor
Die denkmalgeschützte alte Pferdebörse am Ende der Gothaer Straße in der Kulturspange, jetzt als Partylocation "My House" genutzt. Foto: Medienkontor
Das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs von der Eisenbahnstraße aus gesehen. Foto: Medienkontor
Der Alte Leipziger Bahnhof, zentrumsnah mit Blick auf die Frauenkirche. Foto: Medienkontor
Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude des Alten Leipziger Bahnhofs aus dem 19. Jahrhundert. Foto: Medienkontor
Viel Platz für einen neuen Stadtteil mit Wohnen, Arbeiten und Kultur: Das Hinterland des Alten Leipziger Bahnhofs. Foto Medienkontor
Das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs, ehemaliger Ausgangspunkt der ersten deutschen Ferneisenbahn von Dresden nach Leipzig im Jahre 1839. Luftbild von Dietrich Flechtner
Ein kreativer Nutzungsmix aus Kulturcafé, Ateliers, kleinen Geschäften, Büros und Wohnungen könnte das weitläufige Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs zum Mittelpunkt eines neuen attraktiven Stadtteils werden lassen. Konstruktion und Foto: Medienkontor

26. Januar 2016: Es gibt einen Plan B für den Alten Leipziger Bahnhof!

Neuer Investor unnötig: Kleiner Globus-Nahversorger + kleinteilig-gemischte Struktur viel stadtverträglicher: Wie aus jüngsten Berichten erfahren war, hält die Globus SB-Warenhaus Holding unverdrossen an ihren Plänen eines riesigen Einkaufsareals mit 12.000 m2 Verkaufsfläche und über 1.000 Parkplätzen am Alten Leipziger Bahnhof fest. Städtebauexperten, Stadt- und Verkehrsplaner sind sich gleichwohl einig: Das Vorhaben verträgt sich überhaupt nicht mit einer durchdachten und gesunden Stadtentwicklung. Dabei könnte das Areal mit einer gemischten Struktur aus kleinteiligen Geschäften, Künstlerateliers, einem Bahnhofs-Kulturcafé, Büronutzung und Wohnungen, geöffneten Bahnbögen sowie einem Radweg auf der historischen Fernbahntrasse von 1839 ganz elegant zum Treffpunkt für das neue Stadtquartier Leipziger Vorstadt werden. Globus selbst könnte mit einem kleinen Nahversorgungsmarkt auf dem Gelände präsent sein und mit den neuen Wohn-, Büro- und Geschäftsgebäuden die Sanierung des Alten Leipziger Bahnhofs quersubventionieren. Ein neuer Investor wäre nicht unbedingt nötig. Ein solcher Plan B lässt sich leicht umsetzen, wenn man nur will. Die Allianz für Dresden ruft daher Stadtverwaltung und Stadträte dazu auf, die Weichen für das Areal endlich richtig zu stellen.

Bildquelle: Dietrich Flechtner und MEDIENKONTOR Dresden (Edwin Seifert)

Das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs, ehemaliger Ausgangspunkt der ersten deutschen Ferneisenbahn von Dresden nach Leipzig im Jahre 1839. Luftbild von Dietrich Flechtner
Das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs von der Eisenbahnstraße aus gesehen. Foto: Medienkontor Dresden
Beste Lage am Rande der Innenstadt: Der Alte Leipziger Bahnhof mit Blick auf die Frauenkirche. Foto: Medienkontor Dresden
Altes Eingangsportal des ehemaligen Kopfbahnhofes in der Leipziger Vorstadt. Foto: Medienkontor Dresden
Große Brachen dominieren die Leipziger Vorstadt. Auch das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs, wie hier, bietet viel Platz etwa für Wohnbebauung. Foto: Medienkontor

5. August 2014: Mehrheit der Dresdner gegen neue Einkaufszentren

Klares Bild bei repräsentativer Umfrage durch das Institut für Kommunikationswissenschaft. Regelmäßig befragt das Institut für Kommunikationswissenschaft an der TU Dresden in Telefon- und Online-Befragungen die Dresdner zu kommunalpolitischen Themen. Wie jetzt erst bekannt wurde, fragte das Institut in einer seiner Frühjahrsumfragen auch, ob nach Meinung der Befragten in Dresden zu viele, ausreichend oder zu wenige Einkaufszentren existieren. Das Ergebnis ist eindeutig: Über zwei Drittel der Dresdner finden, es gibt genug große Einkaufstempel, und sogar ein Viertel ist der Meinung, es gibt bereits jetzt zu viele davon. Vor diesem Hintergrund appelliert die Allianz für Dresden einmal mehr, von den SB-Warenhaus-Plänen am Alten Leipziger Bahnhof Abstand zu nehmen und stattdessen dort, wie ursprünglich geplant, eine kleinteilige Stadterweiterung voranzutreiben.

Grafiken: MEDIENKONTOR Dresden GmbH

15. April 2014: Nur noch zehn Tage für Einwände gegen Globus-Monster

 

Seit dem 24. März haben bereits zahlreiche Dresdner ihre Einwendungen gegen den Bau des Globus-SB-Warenhauses am Alten Leipziger Bahnhof an die Stadtverwaltung geschickt. Der Bebauungsplan zum Globus-Projekt mit 12.000 Quadratmetern Verkaufsfläche und 1050 Parkplätzen passierte den Stadtrat am 6. März äußerst knapp und sorgte auf vielen Seiten für Kopfschütteln. Die Allianz für Dresden, das Bündnis für eine bunte Leipziger Vorstadt, ruft erneut alle Dresdner zur Kritik auf: Schreiben Sie Ihre Bedenken und Kritikpunkte auf und schicken Sie sie bis 25. April an die Stadt! Je mehr Dresdner zu diesem Handelsmonster, das unter anderem das sichere berufliche Ende vieler Bäcker und Fleischer bedeutet, Nein sagen, desto besser.

Das Luftbild zeigt das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs unweit des Bahnhofs Dresden-Neustadt auf dem das SB-Warenhaus entstehen soll.

Bildquelle: Dietrich Flechtner

Das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs aus der Luft, Foto: Dietrich Flechtner
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